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Kendama

Kendama

Kendama – ein traditionelles japanisches Spiel erobert die Welt

Die Japaner sind bekannt für ihren Einfallsreichtum im Spiel- und Sportbereich. Das Kendama- Spielen ist in Japan mehr als nur ein traditioneller Zeitvertreib, es ist zugleich ein anerkannter, gesundheitsfördernder Sport für Körper und Geist, den auch viele ältere Menschen betreiben. Kendama erfordert Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und Geschick. Zugleich stärkt es die Muskulatur und vertreibt die schlechte Laune. Zahlreiche Vereine organisieren Kendama-Spiele. Sogar in den Hauptsportarten wie Judo ist die Kendama-Praxis in Japan angekommen. Der Geschicklichkeitssport hat den asiatischen Kontinent jedoch längst überquert und erfreut sich auch in Europa und in den USA immer größerer Beliebtheit. Das Kendama-Spiel besteht im Allgemeinen aus zwei Teilen: Dem „Ken“ (das japanische Wort für „Schwert“) und dem mit einer Schnur befestigten „Tama“, also der Kugel mit Loch. Anfänger im Kendama-sport versuchen zunächst, die Kugel auf den Cups oder auf der Spitze zu fangen. Umfangreiche Figuren und Tricks sind mit dem Kendama ebenfalls möglich und bereiten Fortgeschrittenen meist keine Probleme. Kendamas gibt es in sehr unterschiedlichen Designs, wenngleich sie vom Aufbau her alle gleich aussehen. Das tolle Freizeitsportspiel kann prinzipiell überall gespielt werden: am Strand, auf Wiesen oder in Parks. Bei Schülern wir der Kendama-Sport ebenfalls immer beliebter.

Welche Tricks können beim Kendama-Spiel erlernt werden?

Anfänger und Fortgeschrittene können auf ein großes Repertoire an Tricks zurückgreifen. Ein bekannter Einsteiger-Trick ist beispielsweise der Teller, von dem es verschiedene Abwandlungen gibt. Der große Teller besteht aus nur einer Übung: Die Kugel hängt nach unten, wird in einem Zug nach oben gezogen und im „Teller“ aufgefangen. Der Schwung wird dabei nicht mit der Hand erzeugt, sondern indem der Spieler in die Knie geht. Ähnlich verhält es sich beim kleinen Teller: hier wird die Kugel lediglich im kleinen „Teller“ aufgefangen. Der Rôusoku- Griff lässt sich für Anfänger ebenfalls gut erlernen. Hier wird das Kendama an der Spitze mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger festgehalten. Anschließend wird die Kugel in Bewegung gesetzt und mit dem mittleren Teller aufgefangen. Weitere bekannte Anfängertricks sind der Furiken (Schwertschwingen), das Nihon Isshû (Einmal um Japan) oder Toudai (Leuchtturm). Fortgeschrittene erfreuen sich an etwas anspruchsvollen Tricks, wobei sie manchmal auf bestimmte Trick-Variationen zurückgreifen oder eine Abfolge von bereits bekannten Tricks kombinieren. Beim Kendama-Spielen gilt: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Da es so viele Tricks gibt, definieren die Spieler vor dem Training ihre Ziele und erschaffen so manchmal ihr ganz eigenes Turnier.